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Das sollten Sie als Bewerber/in in der Zeitarbeit wissen:

  • Behördliche Erlaubnis
    Jedes Zeitarbeitsunternehmen benötigt eine behördliche Erlaubnis zur gewerbsmäßigen Arbeitnehmerüberlassung. Die entsprechende Urkunde hängt oftmals in den Geschäftsräumen aus oder kann auf Verlangen eingesehen werden.
  • Anwendung eines Tarifvertrages
    Seit Einführung der Tarifverträge in der Zeitarbeit haben sich bundesweit fast alle Zeitarbeitsunternehmen einem Tarifvertrag angeschlossen. Achten Sie darauf das der für Sie zuständige und anwendbare Tarifvertrag in Ihrem Arbeitsvertrag erwähnt wird. Lassen Sie sich einen Auszug dieses Tarifvertrages aushändigen, darin sind wichtige Punkte wie Urlaubsanspruch, Zeitkonten, Entlohnung+Zuschläge, etc. enthalten.
  • Mindestlöhne für verschiedene Branchen beachten
    Unter dem Arbeitnehmer-Entsendegesetz (AEntG) sind für verschieden Branchen Mindestlöhne geregelt. In den meisten Fällen übersteigen diese Mindestlöhne die in den Tarifverträgen für die Zeitarbeit vereinbarten Löhne. Achten Sie darauf, dass Sie von Ihrem Arbeitgeber richtig eingestuft werden.  Zur Zeit sind u.a. folgende Branchen im Arbeitnehmer-Entsendegesetz mit Mindestlöhnen geregelt: Abfallwirtschaft einschließlich Starßenreinigung und Winterdienst, Elektrohandwerk, Gebäudereinigung, Maler- und Lackierhandwerk, Pflegebranche, Wäschereidienstleistug im Objektkundengeschäft (Stand:01/2011)
  • Ordnungsgemäße Betriebsorganisation
    Die behördliche Erlaubnis zur gewerbsmäßigen Arbeitnehmerüberlassung bescheinigt unter anderem das Vorliegen einer ordnungsgemäßen Betriebsorganisation. Diese wird sich Ihnen in der Regel schon rein optisch darstellen. Ordentliche Geschäftsräume und angemessene Umgangsformen sind selbstverständliche Visitenkarten bei Zeitarbeitsunternehmen.
  • Merkblatt der Bundesanstalt für Arbeit
    Das Zeitarbeitsunternehmen ist verpflichtet, Ihnen bei Abschluss des schriftlichen Arbeitsvertrages ein Merkblatt der Bundesanstalt für Arbeit über den wesentlichen Inhalt des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes auszuhändigen, auf Wunsch auch in Ihrer Muttersprache.
  • Reguläre Arbeitsverhältnisse
    Reguläre Arbeitsverhältnisse in der Zeitarbeit sind selbstverständlich. In der Regel werden unbefristete Vollzeitarbeitsverhältnisse vereinbart, aber auch befristete Verträge sind möglich. Das Zeitarbeitsunternehmen übernimmt alle üblichen Arbeitgeberpflichten (Lohnzahlung, Abführung von Steuern und Sozialabgaben, Entgeltfortzahlung bei Krankheit und Urlaub usw.). Seit dem 1.1.2004 arbeiten die meisten Zeitarbeitsunternehmen mit tariflichen Regelungen. Es gilt das allgemeine Arbeitsrecht einschließlich des gesamten Arbeitsschutzrechtes (z. B. Kündigungsschutz-, Mutterschutz-, Erziehungsgeldgesetz). Sollte das Zeitarbeitsunternehmen einmal keinen Einsatz für Sie bei einem Kundenunternehmen haben, so erhalten Sie gleichwohl Ihre im Arbeitsvertrag vereinbarte Vergütung.

 

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